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11 Tipps wie Unternehmen nach Cyberattacken wieder auf die Beine kommen können

11 Tipps wie Unternehmen nach Cyberattacken wieder auf die Beine kommen können

In der heutigen digitalen Ära sind Unternehmen jeder Größe und Branche verstärkt den Gefahren von Cyberattacken ausgesetzt. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen sind diese Angriffe nicht immer zu verhindern. Wenn ein Unternehmen Opfer einer Cyberattacke wird, ist schnelles und gezieltes Handeln entscheidend, um den Schaden zu begrenzen, das Vertrauen der Kunden zu bewahren und die Geschäftskontinuität wiederherzustellen. Dabei spielt die Prävention nach Cyberattacken eine ebenso wichtige Rolle, um zukünftige Sicherheitsrisiken zu minimieren.

 

In diesem Blogbeitrag möchten wir einen Überblick darüber geben, was Unternehmen nach einer Cyberattacke tun können, um sich zu erholen und gestärkt aus dieser Herausforderung hervorzugehen. Wir werden bewährte Maßnahmen und bewährte Praktiken untersuchen, die Ihnen helfen, Ihre Systeme zu sichern, den Schaden zu minimieren und die erforderlichen Schritte zur Wiederherstellung zu unternehmen.

Außerdem werden wir einen besonderen Fokus auf die Prävention nach Cyberattacken legen, um zukünftige Sicherheitsrisiken effektiv anzugehen. Lasst uns gemeinsam die Schritte erkunden, die Unternehmen ergreifen können, um aus diesem kritischen Moment gestärkt hervorzugehen.

 

A. Entdeckung von Cyberattacken: Wie kann man sie überprüfen?

Das Erkennen einer Cyberattacke ist entscheidend, um schnell reagieren und den Schaden minimieren zu können. Hier sind einige Anzeichen, an denen Unternehmen erkennen können, ob sie angegriffen werden:

  • Unübliches Verhalten von IT-Systemen
    Achten Sie auf ungewöhnliche Aktivitäten oder Verlangsamungen Ihrer IT-Systeme, wie z.B. langsame Antwortzeiten, Systemabstürze oder wiederholt auftretende Fehlermeldungen. Dies kann auf eine mögliche Kompromittierung hinweisen.
  • Verdächtige Netzwerkaktivitäten
    Überwachen Sie den Datenverkehr in Ihrem Netzwerk auf ungewöhnliche Aktivitäten. Das können beispielsweise große Datenübertragungen, verdächtige Verbindungen zu unbekannten IP-Adressen oder Port-Scans sein.
  • Ungewöhnliche Systemzugriffe
    Überprüfen Sie Ihre Zugriffsprotokolle und achten Sie auf unbekannte oder verdächtige Anmeldungen oder Zugriffsversuche auf Ihre Systeme oder Konten.
  • Veränderungen in Dateien oder Systemeinstellungen
    Wenn Dateien oder Systemeinstellungen plötzlich geändert werden, ohne dass dies von einem autorisierten Benutzer veranlasst wurde, könnte dies ein Hinweis auf einen Angriff sein.
  • Erkennung von Malware
    Verwenden Sie aktuelle Antiviren- und Anti-Malware-Programme, um verdächtige Dateien oder Programme zu identifizieren. Regelmäßige Scans können helfen, Malware oder schädliche Aktivitäten auf Ihren Systemen zu erkennen.
  • Phishing-Versuche
    Seien Sie aufmerksam gegenüber verdächtigen E-Mails, die Sie zur Preisgabe von vertraulichen Informationen auffordern oder Links zu gefälschten Websites enthalten. Schulen Sie Ihre Mitarbeiter, um Phishing-Angriffe zu erkennen und zu melden.
  • Berichte von Mitarbeitern
    Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter, verdächtige Aktivitäten oder ungewöhnliche Vorkommnisse zu melden. Ein internes Meldesystem kann dazu beitragen, potenzielle Angriffe frühzeitig zu erkennen.
  • Externe Warnungen
    Verfolgen Sie Meldungen über Sicherheitsvorfälle oder Warnungen von Behörden, Sicherheitsunternehmen und anderen zuverlässigen Quellen. Dies kann Ihnen helfen, auf aktuelle Bedrohungen aufmerksam zu werden und geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

B. Was sollten Sie tun, wenn Sie feststellen, dass Ihr Unternehmen einem Cyber-Attacke ausgesetzt ist?

Wenn Sie feststellen, dass Ihr Unternehmen Opfer einer Cyberattacke geworden ist, ist es wichtig, schnell zu handeln, um den Schaden zu begrenzen und die Auswirkungen auf Ihr Unternehmen zu minimieren. Hier sind die wesentlichen Schritte, die Sie unternehmen sollten:

1. Sofortige Reaktion:

Sobald Sie Kenntnis von der Cyberattacke haben, ist es wichtig, sofort zu handeln. Informieren Sie Ihre IT-Abteilung, Ihren IT-Dienstleister oder das Incident Response Team und rufen Sie ein internes Krisenteam zusammen, um den Vorfall zu bewerten und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

2. Isolierung des betroffenen Systems:

Um eine weitere Ausbreitung der Attacke zu verhindern, sollten Sie das betroffene System oder Netzwerk umgehend isolieren. Trennen Sie die betroffenen Geräte oder Systeme vom Rest des Unternehmensnetzwerks, um eine weitere Infektion zu verhindern.

3. Ermittlung des Ausmaßes der Attacke: 

Führen Sie eine gründliche Untersuchung durch, um das Ausmaß der Attacke zu verstehen und herauszufinden, welche Systeme oder Daten betroffen sind. Analysieren Sie Logdateien, Sicherheitsprotokolle und andere relevante Informationen, um festzustellen, wie die Angreifer Zugang erlangt haben und welche Schäden verursacht wurden.

4. Melden Sie den Vorfall: 

Informieren Sie die relevanten Behörden über den Vorfall. Dies kann die lokale Polizei, Datenschutzbehörden oder andere zuständige Stellen umfassen. Die Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden kann bei der Untersuchung des Vorfalls und der Verfolgung der Täter helfen.

5. Benachrichtigen Sie betroffene Parteien: 

Informieren Sie Kunden, Lieferanten und andere betroffene Parteien über den Vorfall, insbesondere wenn deren Daten kompromittiert wurden. Transparente Kommunikation ist entscheidend, um das Vertrauen Ihrer Stakeholder zu wahren. Geben Sie klare Anweisungen zur weiteren Vorgehensweise, um möglichen Schaden zu minimieren.

6. Wiederherstellung und Bereinigung:

Stellen Sie die betroffenen Systeme aus sicheren Backups wieder her, nachdem Sie sicher sind, dass die Sicherheitslücken geschlossen wurden. Überprüfen Sie alle Systeme gründlich auf weitere Anzeichen von Kompromittierung und entfernen Sie jegliche schadhafte Software oder Malware.

7. Stärkung der Sicherheitsmaßnahmen:

Analysieren Sie die Schwachstellen, die zur Cyberattacke geführt haben, und verbessern Sie Ihre Sicherheitsvorkehrungen entsprechend. Dies kann die Implementierung von Firewall-Systemen, regelmäßige Sicherheitsupdates, Schulungen für Mitarbeiter und die Verwendung von mehrschichtigen Authentifizierungsverfahren umfassen.

8. Überwachung und Prävention:

Richten Sie eine kontinuierliche Überwachung ein, um verdächtige Aktivitäten frühzeitig zu erkennen. Implementieren Sie eine umfassende Cybersecurity-Strategie, die regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen, Penetrationstests und die Zusammenarbeit mit externen Sicherheitsexperten umfasst.

Es ist ratsam, auch externe Experten hinzuzuziehen, um Sie bei der Bewältigung der Cyberattacke zu unterstützen und sicherzustellen, dass alle erforderlichen Schritte unternommen werden. Diese Maßnahmen zur Vorbeugung nach Cyberangriffen sind von entscheidender Bedeutung, um künftige Angriffe zu minimieren und Ihre IT-Infrastruktur zu schützen.

 

C. Wie können Unternehmen nach einem Cyberangriff erfolgreich wieder aufgebaut werden?

Nach einem Cyberattacke ist der erfolgreiche Wiederaufbau eines Unternehmens von entscheidender Bedeutung, um die Geschäftskontinuität wiederherzustellen und das Vertrauen von Kunden, Partnern und Mitarbeitern zurückzugewinnen. Hier sind einige wichtige Schritte, die Unternehmen ergreifen können, um nach einem Cyberangriff erfolgreich wieder aufzubauen:

  1. Beurteilung des Schadens: Führen Sie eine umfassende Bewertung des Schadens durch, um das volle Ausmaß des Angriffs zu verstehen. Identifizieren Sie alle betroffenen Systeme, Daten oder Infrastrukturen, um eine gezielte Wiederherstellung zu ermöglichen.
  2. Wiederherstellungsplan erstellen: Basierend auf der Schadensbewertung erstellen Sie einen detaillierten Wiederherstellungsplan. Priorisieren Sie die Wiederherstellung kritischer Systeme und Daten, um den Geschäftsbetrieb so schnell wie möglich wieder aufnehmen zu können.
  3. Datenwiederherstellung: Stellen Sie Daten aus sicheren und verifizierten Backups wieder her. Überprüfen Sie gründlich, ob die wiederhergestellten Daten nicht kompromittiert sind, um eine erneute Infektion zu vermeiden. Gegebenenfalls können forensische Experten bei der Datenwiederherstellung und -validierung behilflich sein.
  4. Überprüfung der Sicherheitslücken: Identifizieren Sie die Schwachstellen, die zum Angriff geführt haben, und schließen Sie diese schnellstmöglich. Aktualisieren Sie Sicherheitspatches, verbessern Sie die Netzwerkinfrastruktur und überdenken Sie Ihre Sicherheitsrichtlinien, um zukünftige Angriffe zu verhindern.
  5. Externe Unterstützung einbeziehen: Ziehen Sie externe Experten hinzu, um Sie bei der Analyse des Angriffs, der forensischen Untersuchung und der Sicherheitsberatung zu unterstützen. Diese Fachleute können Ihnen helfen, Schwachstellen zu identifizieren, potenzielle Risiken zu minimieren und sicherzustellen, dass Ihre Wiederherstellungsmaßnahmen angemessen sind.
  6. Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeiter: Führen Sie Schulungen und Awareness-Programme durch, um Ihre Mitarbeiter für Cyberbedrohungen zu sensibilisieren. Betonen Sie bewährte Sicherheitspraktiken wie sichere Passwortverwendung, Phishing-Erkennung und die Meldung verdächtiger Aktivitäten.
  7. Kommunikation und Transparenz: Informieren Sie Kunden, Partner und Mitarbeiter über den Angriff, die ergriffenen Maßnahmen und die wiederhergestellte Sicherheit. Zeigen Sie Ihr Engagement für den Schutz ihrer Daten und stärken Sie das Vertrauen, indem Sie transparente und regelmäßige Kommunikation aufrechterhalten.
  8. Stärkung der Cybersecurity-Strategie: Nutzen Sie den Vorfall als Chance, Ihre Cybersecurity-Strategie zu verbessern. Investieren Sie in fortschrittliche Sicherheitslösungen, implementieren Sie regelmäßige Sicherheitsaudits und überwachen Sie kontinuierlich Ihre Systeme auf verdächtige Aktivitäten.
  9. Überdenken der Daten- und Netzwerksicherheit: Bewerten Sie Ihre Daten- und Netzwerksicherheit und überprüfen Sie, ob zusätzliche Schutzmaßnahmen erforderlich sind. Implementieren Sie eine mehrschichtige Sicherheitsarchitektur mit Firewalls, Intrusion-Detection- und -Prevention-Systemen sowie Verschlüsselungstechnologien, um Angriffe zu erschweren.
  10. Überprüfung der Sicherheitsrichtlinien und des Zugriffsmanagement: Überarbeiten Sie Ihre Sicherheitsrichtlinien und stellen Sie sicher, dass nur autorisierte Benutzer Zugriff auf sensible Informationen und Systeme haben. Verwenden Sie starke Authentifizierungsverfahren wie Zwei-Faktor-Authentifizierung, um unbefugten Zugriff zu verhindern.
  11. BitLocker- Wiederherstellungsschlüssel: Denken Sie darüber nach, einen BitLocker-Wiederherstellungsschlüssel als eine weitere Ebene des Cyberschutzes hinzuzufügen.
  12. Kontinuierliche Überwachung und Reaktion: Implementieren Sie ein umfassendes Überwachungssystem, um Anzeichen von Angriffen oder verdächtigem Verhalten in Echtzeit zu erkennen. Ein schnelles Eingreifen kann dazu beitragen, Schäden zu minimieren und die Auswirkungen eines Angriffs zu begrenzen.

Der Wiederaufbau nach einem Cyberangriff erfordert Zeit, Ressourcen und eine umfassende Strategie. Indem Sie diese Schritte befolgen und kontinuierlich in die Sicherheit Ihres Unternehmens investieren, können Sie die Widerstandsfähigkeit gegenüber zukünftigen Angriffen erhöhen und das Vertrauen in Ihr Unternehmen wiederherstellen. Eine entscheidende Komponente dieses Prozesses ist die Prävention nach Cyberattacken, um potenzielle Schwachstellen zu identifizieren und zu beheben.

 

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