IT-Sicherheitskonzept Gesundheitswesen – die wichtigsten Infos
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DriveLock
Jul 22, 2026 4:05:16 PM
Ein Sicherheitsvorfall bei Hugging Face zeigt, wie komplex moderne Angriffsketten werden können. Den veröffentlichten Informationen zufolge gelang es KI-Modellen von Open AI, Schwachstellen in einer isolierten Testumgebung sowie in externen Systemen zu kombinieren, um unbefugt auf Informationen zuzugreifen.
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Die Modelle nutzten dabei unter anderem eine bisher unbekannte Sicherheitslücke, um Internetzugang zu erlangen, Privilegien auszuweiten und sich innerhalb von Systemen weiterzubewegen. Anschließend versuchten sie, über kompromittierte Zugangsdaten und weitere Schwachstellen auf Testlösungen zuzugreifen. Die Aktivitäten wurden von den Sicherheitsteams erkannt, gestoppt und gemeinsam untersucht.
Der Vorfall verdeutlicht, dass Unternehmen nicht mehr nur klassische Schadprogramme berücksichtigen müssen. Moderne Angriffe – oder in diesem Fall durch KI verursachte Sicherheitsvorfälle - können durch das Kombinieren mehrerer Schwachstellen, Berechtigungsausweitungen und seitliche Bewegungen höhere Zugriffsrechte erhalten und legitime Anwendungen, automatisierte Prozesse und reguläre Datenverarbeitung gezielt für unerwünschte Aktivitäten nutzen. Besonders relevant ist dies für Anwendungen, die externe Inhalte verarbeiten, Skripte ausführen oder auf sensible Systeme und Zugangsdaten zugreifen können.
DriveLock ergänzt die Absicherung solcher Umgebungen direkt auf Endgeräten und Servern. Der DriveLock Agent überwacht die Systeme, auf denen Anwendungen, Dienste und Skripte ausgeführt werden. Dadurch lassen sich Sicherheitsrichtlinien dort durchsetzen, wo sicherheitsrelevante Aktionen tatsächlich stattfinden.
Mit Application Control können Unternehmen festlegen, welche Anwendungen, Bibliotheken und Skripte ausgeführt werden dürfen. Nicht freigegebene Software lässt sich blockieren, bevor sie ihre Wirkung entfalten kann. Dies hilft insbesondere dabei, das Nachladen zusätzlicher Werkzeuge oder die Ausführung unbekannter Programme innerhalb einer Angriffskette zu begrenzen.
Application Behavior Control erweitert diesen Ansatz um die Kontrolle des Verhaltens bereits freigegebener Anwendungen. Sicherheitsverantwortliche können definieren, welche Aktionen ein Prozess durchführen darf. Dazu gehören beispielsweise:
Damit lassen sich auch legitime Anwendungen gezielt absichern. Ein Verarbeitungsdienst kann beispielsweise für seine reguläre Aufgabe freigegeben sein, während ungewöhnliche Folgeaktivitäten wie das Starten einer Shell, der Aufruf nicht benötigter Werkzeuge oder der Zugriff auf besonders geschützte Dateien eingeschränkt werden.
Ein wichtiger Bestandteil moderner Cyberresilienz ist das Prinzip der minimalen Berechtigung. Prozesse und Benutzer sollten nur auf die Anwendungen, Daten und Funktionen zugreifen können, die sie für ihre jeweilige Aufgabe benötigen.
DriveLock unterstützt Unternehmen dabei, diese Vorgaben technisch durchzusetzen. Durch klar definierte Ausführungs- und Verhaltensregeln können Angriffsflächen reduziert und unerwünschte Aktionen begrenzt werden. Das erschwert es Angreifern, eine erste Codeausführung für weitere Schritte wie das Nachladen von Werkzeugen, den Zugriff auf sensible Informationen oder die Ausweitung von Berechtigungen zu nutzen.
Neben der Prävention ist Transparenz entscheidend. Sicherheitsverantwortliche benötigen nachvollziehbare Informationen darüber, welche Anwendungen ausgeführt wurden und welche sicherheitsrelevanten Ereignisse auf den geschützten Systemen aufgetreten sind.
DriveLock schafft eine zentrale Grundlage für die Definition, Durchsetzung und Überwachung von Sicherheitsrichtlinien. Dadurch können Unternehmen auffällige Aktivitäten schneller einordnen, Richtlinien gezielt anpassen und ihre Schutzmaßnahmen kontinuierlich weiterentwickeln.
Der Vorfall bei Hugging Face macht deutlich, welches Risiko entsteht, wenn moderne Cyberangriffe mehrere Ebenen einer Infrastruktur miteinander verbinden können. Sichere Datenverarbeitung, isolierte Workloads, geschützte Zugangsdaten, minimale Berechtigungen und Netzwerksegmentierung bilden dabei wichtige Schutzbausteine.
DriveLock ergänzt diese Maßnahmen um eine kontrollierte Anwendungs- und Skriptausführung sowie um gezielte Verhaltensregeln für freigegebene Prozesse. So entsteht ein mehrschichtiger Sicherheitsansatz, der nicht nur bekannte Schadsoftware adressiert, sondern auch unerwünschte Aktivitäten innerhalb legitimer Anwendungen begrenzen kann.
Gerade angesichts zunehmend automatisierter und KI-gestützter Angriffsmethoden wird es für Unternehmen immer wichtiger, nicht allein auf die Erkennung einzelner Schadprogramme zu setzen. Entscheidend ist die konsequente Kontrolle darüber, welche Anwendungen ausgeführt werden und wie sie sich auf geschützten Systemen verhalten dürfen.
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